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Die Schüler der Karl-Schiller-Schule des Rhein-Erft-Kreises in Brühl veranstalteten anlässlich der neu erworbenen Patenschule in Afghanistan einen Afghanistan-Tag.

afghtag2008
Afgahnistan-Tag 2008

Am 25. April 2009 präsentierten die engagierten Schüler des Wirtschaftsgymnasiums die Ergebnisse aus dem Wirtschaftsgeographie-Kurs in Form einer Ausstellung. Nicht nur die umfangreichen Informationen und Visualisierungen Afghanistans zogen die Aufmerksamkeit der Schüler auf sich, sondern auch die duftenden Kekse und Köstlichkeiten verführten Lehrer, aber auch Schüler. Somit konnten viele Spenden gesammelt werden, die weiterhin der Patenschule helfen sollen. Afghanische Musik umringte die Schulklassen, die an einzelnen Plakaten standen und über Inhalte diskutierten.

Die meisten Diskussionen rief jedoch die Burka hervor. Man konnte in die Burka, und gleichzeitig in eine neue Rolle schlüpfen. Schüler und Lehrer erkannten einander nicht mehr und bemerkten auf diese Weise vielmehr die Entfremdung durch eine derartige Verschleierung. Es kamen viele Fragen auf und man konnte sich nicht vorstellen, wie z.B. Kinder beim Einkaufen in der Stadt ihre Mutter erkennen können.
Insgesamt war es eine sehr interessante und gelungene Veranstaltung, die für ein paar Stunden eine andere Kultur herbeigeführt hat.
Was wohl die afghanischen Schülerinnen davon halten werden, wenn ihnen dieses Ereignis erzählt wird und sie auf Bildern sehen, wie die vertraute Burka Fremde verhüllt?

Afghanistan_Schulpatenschaft
Burka

von Fatima Elmulla, Brühl

Keine Schule-verlockende Vorstellung?


Liebe Schülerinnen und Schüler,

Aber über die Probleme, die entstehen, wenn man nicht lesen, schreiben oder rechnen kann, haben Sie bestimmt schon einmal nachgedacht! Erschreckenderweise ist die Analphabetenrate in vielen Ländern dieser Erde noch sehr hoch. Zu diesen Ländern gehört auch Afghanistan, dort beträgt die Rate bei Mädchen und Frauen 86 Prozent!

Projekt_Mdchenschule
Mädchenschule


Den Kindern in Afghanistan fehlen Schulen, Lehrer, Schulbücher und Arbeitsmaterialien – es fehlt ihnen jedoch nicht an Lust und
Willen in die Schule zu gehen. Die Kinder nehmen weite Fußmärsche in sengender Sonne und auf staubigen Wegen in Kauf, um in zerstörten Gebäuden, auf dem Boden hockend, unterrichtet zu werden. Tafel, Hefte und Stifte fehlen zum Teil völlig.
Der Förderverein des Karl-Schiller-Berufskollegs hat nun – stellvertretend für die Schule - eine Patenschaft (urkundepatenschaft.pdfurkundepatenschaft.pdf [86 KB] ) für eine afghanische Schule übernommen, in der überwiegend Mädchen unterrichtet werden.
Die Schule in der Nähe von Kabul wurde von dem Verein „Bildung für Afghanistan“ errichtet und wird nun nach und nach ausgestattet. Der Verein erhält einen monatlichen Betrag aus den Einnahmen unseres Schülerkopierers. Das Geld wird vor Ort sinnvoll in der Schule eingesetzt.

Wir würden uns freuen, wenn Sie über das Thema „Bildung“ oder aber auch über die Situation der Frauen und Kinder in Afghanistan nachdenken und eventuell sogar im Unterricht diskutieren würden. Vielleicht haben Sie auch eine Idee, wie ein dauerhafter Kontakt mit der afghanischen Schule geführt werden kann bzw. wie weitere Spendengelder gesammelt werden könnten.
Für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung, freue mich aber auch über Anregungen oder sogar Mitarbeit!

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Burka

Mein Linktipp: www.bildung-fuer-afghanistan.de
und mit freundlichen Grüßen

S. Reiche

Danksagung_Frau_Wienbeck.pdf