Höhere Handelsschule

Zweijährige Berufsfachschule für Wirtschaft und Verwaltung

Aufnahmebedingungen:


Aufgenommen werden kann, wer den mittleren Bildungsabschluss (Fachoberschulreife) erworben hat. Dieser wird erworben durch:

  • den Abschluss "Sekundarstufe I, Fachoberschulreife" am Ende der Jahrgangsstufe 10 eines Gymnasiums oder einer Gesamtschule
  • das Abschlusszeugnis einer Realschule
  • das Abschlusszeugnis einer zweijährigen Handelsschule
  • das Abschlusszeugnis der Klasse 10 B einer Hauptschule
  • die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe nach Klasse 9!


Bildungsziele:

  • Vermittlung berufsvorbereitender Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die auf eine Ausbildung im Bereich Wirtschaft und Verwaltung vorbereiten (s. Perspektiven).
  • Am Ende des zweiten Jahres ist der Erwerb der Fachhochschulreife (schulischer Teil) möglich (s. Praktika).


Lernbereiche (Unterrichtsfächer):

  • Berufsbezogener Bereich
    • Betriebswirtschaftslehre mit Rechnungswesen
    • Volkswirtschaftslehre
    • Informationswirtschaft
    • Mathematik
    • Biologie
    • Englisch
    • Französisch oder Spanisch
  • Berufsübergreifender Bereich
    • Deutsch
    • Religionslehre
    • Politik
    • Sport / Gesundheitsförderung
  • Differenzierungsbereich
    • Kursangebote in der Oberstufe zur Erweiterung und Vertiefung der beruflichen Kenntnisse sowie Stütz- und Förderunterricht


Inhaltliche Schwerpunkte:

  • Grundlegendes Verständnis betriebswirtschaftlicher, volkswirtschaftlicher und gesellschaftswissenschaftlicher Zusammenhänge
  • Qualifizierung in modernen Kommunikationstechnologien durch computergestütztes Arbeiten im kaufmännischen Modellunternehmen
  • Berufsbezogene Vertiefung allgemeinbildender Inhalte durch fächerübergreifende Projekte
  • Vertiefung der Fremdsprachen Englisch, Französisch und Spanisch mit Möglichkeit zum Erwerb von Zertifikaten z. B. DELF-Scolaire, TELC
  • Berufsfindungsprojekt "Mein Weg zum Ziel"
  • Projekt "Tag des Lernens"
  • Förderung der Lern- und Arbeitstechniken durch einen Kurs in allen HöHa-Klassen
  • Förderung von Schlüsselqualifikationen wie Methodenkompetenz, handlungsorientiertes Arbeiten im Team, wirtschaftliche Fachkompetenz, Präsentationstechniken, Flexibilität, Kommunikationskompetenz, Selbstständigkeit usw., um die Berufschancen zu verbessern
  • Förderkurse in den allgemeinbildenden Fächern zum Ausgleich von Lerndefiziten


Abschlussprüfung:

  • Schriftliche Prüfung (Schulischer Teil der Fachhochschulreife)
    Die schriftliche Prüfung besteht aus vier jeweils dreistündigen Klausuren in den Fächern:
    • Betriebswirtschaftslehre mit Rechnungswesen
    • Deutsch
    • Englisch
    • Mathematik
  • Mündliche Prüfung
    Eine mündliche Prüfung findet nur auf Antrag des Prüflings statt. Der Prüfling kann bis zu zwei Fächer benennen, in denen er mündlich geprüft werden möchte. Die Meldung ist verbindlich, d. h. ein unentschuldigter Nichtantritt wird mit "ungenügend" (6) bewertet.

    Eine mündliche Prüfung findet nicht statt, wenn
    • Vornote und Ergebnis der schriftlichen Prüfung übereinstimmen
    • aufgrund der vorliegenden Ergebnisse auch bei Erreichen der Bestnote in der mündlichen Prüfung ein Bestehen der Prüfung nicht mehr möglich ist.


Praktika:


Der Erwerb der vollen Fachhochschulreife erfolgt durch die zusätzliche Absolvierung

  • eines einschlägigen halbjährlichen (= 24 Wochen) Praktikums oder
  • einer mindestens zweijährigen Berufsausbildung nach Bundes- oder Landesrecht (Einschlägigkeit nicht erforderlich!) oder
  • einer mindestens zweijährigen Berufstätigkeit (Einschlägigkeit nicht erforderlich!).

Merkmale des einschlägigen Praktikums:

Praktikumsstelle:
Nur Betriebe und Institutionen die in kaufmännischen oder Verwaltungsberufen ausbilden oder die von der Bezirksregierung als Praktikumsbetrieb ausdrücklich genehmigt sind. (Aber: Praktika in gastronomischen Betrieben werden nicht anerkannt!)

Einschlägigkeit:
Für Schülerinnen und Schüler der Höheren Handelsschule bedeutet dies, dass es sich um ein kaufmännisches Praktikum handeln muss.

Erwerb:

      • nach dem Besuch der Oberstufe werden 4 Wochen Praktikum von der Schule anerkannt (Grund: berufspraktische Anteile am Unterricht)
      • Betriebspraktika unmittelbar (d. h. sofort) vor dem Bildungsgang
      • Betriebspraktika während der Ferienzeit im Bildungsgang
      • Betriebspraktika nach dem Besuch der Höheren Handelsschule
      • einzelne Praktikumsteile müssen mindestens zwei Wochen umfassen
      • der Abschluss eines schriftlichen Praktikumsvertrags wird empfohlen (Formulare sind in der Schule erhältlich)

Anerkennung:
Der Betrieb bescheinigt des Praktikum auf einem in der Schule erhältlichen Formblatt. Die Schule prüft die Bescheinigung und erkennt sie bei Vorliegen der Voraussetzungen an. Bei Teilung des Praktikums muss jede Bescheinigung über einen Praktikumsteil sofort nach Abschluss des Praktikumsteils der Schule vorgelegt werden.


Perspektiven:

  • Ausbildung bei Industrie und Dienstleistungen
  • Ausbildung im Handel
  • Ausbildung im öffentlichen Dienst
  • Studium an Fachhochschulen (bei voller Fachhochschulreife)
  • Übergang auf die gymnasiale Oberstufe am Berufskolleg


Kontakt
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Zusätzliche Informationen